Ski alpin
Super-G Frauen
Fränzi Aufdenblatten triumphiert bei Schweizer Traumauftritt!
Die Schweizerinnen haben auf die zuletzt dürftigen Resultate eine eindrückliche Reaktion in den Schnee von Val d’Isère gezaubert: Fränzi Aufdenblatten siegte im Super-G erstmals im Weltcup, Nadia Styger (2.), Fabienne Suter (4.) sowie Martina Schild und Dominique Gisin im geteilten 6. Rang sorgten für ein herausragendes Team-Ergebnis.
Lange, lange musste Fränzi Aufdenblatten auf ihren ersten Sieg im Weltcup warten. Die Geduld und harte Arbeit haben sich gelohnt. Fast 10 Jahre nach ihrem Weltcup-Debüt liess die 28-Jährige beim Super-G in Val d’Isère alle Konkurrentinnen hinter sich.
«Ich habe natürlich nicht absichtlich so lange auf meinen ersten Weltcup-Sieg gewartet», gestand die strahlende Walliserin nach dem Rennen. «Aber als 28-Jährige schätze ich diesen Erfolg jetzt umso mehr.»
Mit 23 Hundertstel Rückstand belegte Teamkollegin Nadia Styger den hervorragenden zweiten Rang. Auch für die Schwyzerin eine Premiere, denn bisher holte sie im Weltcup zwar 4 Siege, fuhr aber noch nie auf Rang 2 oder 3: «Ich habe immer gesagt: Sollte ich jemals Zweite werden, dann am liebsten hinter Fränzi», so Styger.
Doch auch Fabienne Suter (4.), Martina Schild und Dominique Gisin (beide 6.) zeigten tolle Resultate, die dem Schweizer Team nach den zuletzt ungenügenden Leistungen gerade recht kommen. Es waren die ersten Podestplätze für die Swiss-Ski-Fahrerinnen in diesem Winter.
Gross war die Freude und Genugtuung auch im Trainerstab. «Wir wussten, dass der Super-G unsere stärkste Disziplin ist. Aber dieses Resultat ist fast unglaublich», sagte Hugues Ansermoz. Er sei wahnsinning froh, dass sich noch vor Weihnachten ein solches Resultat ergeben habe, so der Cheftrainer der Schweizer Frauen. «Das nimmt grossen Druck von uns.»
Die grosse Favoritin Lindsey Vonn musste sich um 0,26 Sekunden geschlagen geben und mit Platz 3 Vorlieb nehmen. Die Amerikanerin verlor vor allem im oberen Streckenteil zu viel Zeit. Elisabeth Görgl (Ö), Siegerin des bisher einzigen Super-G der Saison in Lake Louise, kam nur auf Rang 10.
Die schwer gestürzte Französin Marie Marchand-Arvier kam vergleichsweise glimpflich davon: Im Spital wurde «nur» eine Gehirnerschütterung und einige Prellungen diagnostiziert.
(si/jäg/rst)


